Jerusalem ist ein eigener Markt: einheimische Familien, Neueinwanderer und Käufer aus den USA, Frankreich und Großbritannien, dazu große Preisunterschiede zwischen den Vierteln. Die Finanzierung muss genau zum Objekt und zum Status des Käufers passen.
Benny Berman 2, Netanya, Israel
Der Markt in Jerusalem — große Unterschiede je Viertel
Zwischen Stadtzentrum, Rechavia, Talbiya und den nördlichen Vierteln oder Stadterneuerungsprojekten liegen erhebliche Preisunterschiede. Auch die Objektart — Altbauwohnung, komplex eingetragene Miteigentumsanlage oder Neubau — beeinflusst Gutachten und tatsächliche Beleihung.
Das Wertgutachten ist in Jerusalem besonders wichtig. Bei Altbauten oder komplizierter Grundbuchlage kann der Gutachtenwert unter dem Vertragspreis liegen, wodurch mehr Eigenkapital nötig wird. Das sollte man vor der Unterschrift einplanen.
Neueinwanderer und Auslandskäufer
Jerusalem zieht überdurchschnittlich viele Käufer aus dem Ausland und Olim an. Ein Neueinwanderer, der eine Hauptwohnung kauft, profitiert in der Regel von günstigeren Finanzierungsbedingungen und reduzierten Erwerbsteuerstufen; ein Auslandskäufer muss deutlich mehr Eigenkapital einbringen.
Wer eine Alija in absehbarer Zeit plant, sollte den Zeitpunkt des Kaufs bewusst wählen — vor oder nach der Einwanderung macht finanziell einen echten Unterschied und gehört vor die Vertragsunterschrift.
Stadterneuerung und Neubauprojekte
Ein großer Teil des neuen Angebots stammt aus Pinui-Binui- und TAMA-Projekten. Vor dem Kauf sind Genehmigungsstand, Zahlungsplan und Sicherheiten zu prüfen — sie bestimmen unmittelbar, wann die Hypothek abgerufen werden kann.
Wenn sich die Zahlungen über Jahre erstrecken, können sich Zinsen und Index zwischen den Tranchen verändern. Die Struktur muss das berücksichtigen und darf nicht nur auf den Konditionen der ersten Tranche beruhen.